Bei welchem Wetter kann man Gleitschirmfliegen?

Beim Gleitschirmfliegen bist Du, wie bei jeder Outdoor-Sportart, sehr vom Wetter abhängig. Sich vor jedem Flugtag über die aktuelle Wetterlage zu informieren, ist notwendig, um sowohl Gefahren als auch das Potential des Tages möglichst früh und genau erkennen zu können. Die wichtigsten Informationsquellen für die Piloten sind der Segelflugwetterbericht und das Internet.

Für einen sicheren Start sollte der Wind am Startplatz von vorne kommen. Geflogen wird bis zu Windgeschwindigkeiten von maximal ca. 25 km/h. Bei stärkerem Wind würde der Gleitschirm u.U. rückwärts fliegen! Bei Regen zu fliegen ist ebenfalls nicht ratsam, da die Nässe die Flugeigenschaften des Schirmes erheblich verändern kann. Stabiler Sackflug oder große Einklapper können die Folge sein.

Föhn und Gewitter sind die zwei gefürchtetsten Wetterphänomene bei den Gleitschirmfliegern. Bei Föhn (starker Südwind in den Nordalpen) können Windgeschwindigkeiten bis über 100 km/h mit vollkommen unberechenbaren Turbulenzen auftreten. Unter einer Gewitterwolke findet man turbulente Auf- und Abwinde mit Geschwindigkeiten von 20 -40 m/s, wobei die Gefahr besteht, in die Wolke gesaugt zu werden.

Die extreme Wichtigkeit des Wettergeschehens ist auch der Grund, daß in jeder Ausbildungsstufe - vom Grundkurs bis zum B-Schein - wieder das Fach Meteorologie vorkommt. Dort erfährst Du z. B., wie verschiedene Wolkengattungen aussehen und was sie ankündigen, was ein Hoch- und Tiefdruckgebiet ist und wie Du Wetterkarten interpretierst. So - und mit zunehmender Erfahrung - lernst Du, Wind und Wetter einzuschätzen und sehr bald weißt Du auch, wo Du die ersehnten thermischen Aufwinde findest, mit deren Hilfe Du stundenlang in der Luft bleiben kannst.

http://www.gleitschirm-faq.de/Einsteiger/FAQ/Wetter