Wie sicher ist meine Ausbildung?
Ein Gesichtspunkt, auf welchen man in jedem Fall ganz besonderes Augenmerk legen sollte. Basis einer sicheren Ausbildung sind fachlich und pädagogisch versierte Lehrer sowie gut gewartete Schulungsausrüstungen, welche sich einigermaßen auf dem "Stand der Technik" befinden. Beides zu finden ist leider nicht ganz so einfach.
Bei der Bewertung des Lehrpersonals ist man wohl schlicht auf den ganz persönlichen Eindruck und seine Menschenkenntnis angewiesen, lediglich das Infomaterial der Schule kann bedingt kleine Anhaltspunkte diesbezüglich liefern. Sehr sinnvoll ist es in jedem Fall, sich die Flugschule seiner Vorauswahl vorher noch mal persönlich anzusehen, etwa im Rahmen eines Schnupperkurses. Hierbei sollte man auf das Auftreten der Lehrer, die Qualitäten des Fluggebietes sowie den Zustand und das Alter der Ausrüstungen achten.
Nach Möglichkeit sollten die Schirme nicht älter als maximal 3 Jahre sein, aber auch 5 Jahre alte Geräte stellen noch nicht unbedingt Problem dar, sofern sie zuverlässig gewartet sind und einen optisch guten Eindruck machen. Die Gurtzeuge sollten in jedem Fall bequem und gut geschützt sein, das heißt über dicke Schaumstoffairbagprotektoren und große Sitzflächen verfügen, was sie meist ziemlich voluminös wirken läßt. Vorsicht ist anzuraten, wenn noch mit alten Modellen mit sehr spartanischen und kurzen Sitzbrettern sowie stark ausgebleichten Farben geschult wird. Für eine sichere Ausbildung ist es im Übrigen auch wichtig, dass die Fluglehrer gelegentlich die Schulung verantwortungsbewußt aufgrund sich verschlechternder Wetterbedingungen oder zu starker Thermik abbrechen oder an entsprechenden Tagen gar nicht erst stattfinden lassen. Dies ist kein Manko, auch wenn sich dadurch der Fortschritt der eigenen Ausbildung natürlich verzögert. Wie oben bereits angesprochen, ist es allerdings von großem Vorteil, wenn die Schule noch einige Ausweichgebiete für derartige Situationen zur Verfügung hat.
Oft drücken weniger seriöse Flugschulen im Eigeninteresse mal die Augen zu und schicken Flugschüler auch bei grenzwertigen Bedingungen noch in die Luft, da Verzögerungen im Ablauf durchaus auch die Planungen der Schule durcheinanderwirbeln können. Seriöse und erfahrene Schulen sind auf so etwas aber von vornherein bereits eingestellt und haben sich entsprechende Spielräume geschaffen, bieten bei längeren Schlechtwetterphasen günstigstenfalls direkt anschließende oder im Termin weitgehend frei wählbare Nachschulung an.