Wie sieht´s mit den Kosten aus?

Oft ein sehr schwieriges Thema. Generell gilt ganz besonders auf diesem Sektor, billig ist nicht immer das Beste und auch nicht immer gleich billig.

Seriöse Schulen bieten zum Teil sowohl die Möglichkeit der Einzelabrechung pro Flug (etwa während Schlechtwetterphasen) als auch die günstigere Pauschalabrechnung für die Woche (wenn es gut läuft). Dies hält die Kosten schon mal überschau- und kalkulierbar. Man sollte sich unbedingt vorher über das genaue Verfahren bei schlechtwetterbedingten Schulungsausfällen erkundigen und vorsichtshalber mal eine Worstcase-Kalkulation erstellen.

In jedem Fall sollte im Ausbildungspreis die Ausrüstungsmiete enthalten sein oder zumindest in der Summe dann zu nicht wesentlich über "Marktniveau" liegenden Preisen führen. Zusätzlich fallen in der Regel Kosten für Prüfungen (L- oder Ö-Schein und danach A-Schein) und Unterrichtsmaterialien an, möglichst vorher abklären.

Nicht unterschätzen sollte man die Seilbahnkosten, hier unbedingt nach der Möglichkeit von Vergünstigungen wie etwa Jahreskarten fragen.

Alles in allem sollten die reinen Ausbildungskosten für eine Höhenflugwoche aktuell nicht mehr als 300.- bis 400.- EUR incl. Ausrüstungsmiete betragen. Hier heißt es, die Angebote genau zu vergleichen, da die Dauer der Schulung und die im Preis inbegriffenen Leistungen unterschiedlich sein können. Meist gilt, je übersichtlicher und einfacher die Preisstruktur, desto besser. Vorsicht ist vor Geschäftemachern geboten, die ihren Hauptgewinn aus dem Verkauf von Flugausrüstungen beziehen, diese gibt es leider immer häufiger. Manchmal versuchen diese auch, die Schüler vorher über günstige Schulungspreise zu "ködern". Einige Schulen beginnen sehr früh, den Schüler zum Kauf einer eigenen (meist überteuerten, dazu später mehr) Ausrüstung zu drängen und versuchen dies teilweise auch durch zusätzliche, hohe Kosten für Leihausrüstungen zu unterstützen.

Seriöse Flugschulen bieten die Leihausrüstung bis zum Ende der Schulung ohne Mehrkosten an oder weisen schon bei der Buchung des Kurses auf die späteren Leihgebühren hin und rechnen diese zumindest teilweise auf den Kaufpreis einer Ausrüstung an. Sie beraten den Flugschüler unaufdringlich und zurückhaltend in Bezug auf den Kauf einer Ausrüstung nach Abschluß der Schulung. Ein kommerzielles Eigeninteresse der Schule ist hierbei natürlich keinesfalls verwerflich, optimal ist es sogar, wenn man die Möglichkeit erhält während der Ausbildung bereits verschiedene aktuelle Schirme kostenfrei zu testen.

http://www.gleitschirm-faq.de/Einsteiger/Quickstart/article_008