Die kleine Entsorge-FAQ

Was tun, wenn der Körper sein Recht verlangt? Landen gehen und den Flug abrechen? Kann man, muss man aber nicht, selbst wenn man muss. Denn natürlich gibt es auch Möglichkeiten, den (flüssigen) Ballast loszuwerden.

Grundsätzlich bieten sich vier Möglichkeiten an, die von unterschiedlicher Güte sind was Qualität und Preis angeht. Preislich am günstigsten, jedoch nicht unbedingt zu empfehlen ist die Methode "Einfach laufen lassen". Kann jeder, kostet nichts, hat aber doch auch Nachteile auf die hier wohl nicht explizit eingegangen werden muss.

Methode 2 ist eine Abwandlung hiervon, die für einigermaßen trockene Kleidung sorgt, allerdings wohl auch beherrscht werden will. Angewandt wird sie aber auch von Top-Piloten so, dass sie so schlecht dann auch wieder nicht sein kann. Hierfür setzt man sich so aufrecht als möglich hin und versucht dann, das beste Teil so zu platzieren, dass man sich selbst so wenig als möglich trifft. Ganz wird's wohl nicht klappen, aber jedenfalls bleibt man trockener als bei der Methode 1. Aber bitte an den Fahrtwind denken und im eigenen Interesse nach unten zielen.

Dann gibt es noch die Bastelmethoden, bei denen man Plastikflaschen, flexible Röhrchen etc, benutzt. Sicherlich auch eine Möglichkeit bei der der Overall trocken bleibt, sofern man das Ganze beherrscht. Den Nachteil den man in Kauf nimmt, ist das man nicht mehr beide Hände an den Steuerleinen hat und sich also in thermischen Bedingungen notfalls die Notdurft verdrücken sollte.

Und dann natürlich die Lösung für Perfektionisten. Urinalkondome oder kurz UK. Einfach ein UK (selbstklebend) vor dem Flug anbringen, den Beutel (der normalerweise den Urin sammelt) abreißen, den Schlauch durch das Hosenbein nach unten hängen lassen und gut. Allerdings sind die Teile nicht ganz günstig und manch einer findet es auch etwas übertrieben. Wer sich dafür interessiert - im Sanitätshandel sind die Teile zu beziehen.

Für Frauen sieht die Sache schlechter aus. Hier bietet sich neben der Methode 1 nur noch das Tragen von Einlagen oder Windeln für Inkontinenzler an. Allerdings sind die, die saugfähig genug sind, wohl ziemlich dick und auf längeren Flügen nicht zu gebrauchen.

Bei allen Methoden die Flüssigkeit freisetzen, sollte man übrigens darauf achten, dass nicht ein anderer Pilot direkt unter einem fliegt; jedenfalls, solange man nicht Streit mit dem betreffenden Piloten sucht.

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